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GILDEMEISTER halten 17.03.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die Aktie von GILDEMEISTER (ISIN DE0005878003 / WKN 587800) weiterhin mit "halten" ein.
Da GILDEMEISTER bereits vorläufige Resultate zu den wesentlichen Positionen veröffentlicht habe, habe es auf der Analystenkonferenz hierzu entsprechend wenig Neues bzw. Überraschendes gegeben. Einzig auffallend sei nach Erachten der Analysten der deutliche Anstieg der Zahlungsmittel von 96 Mio. EUR auf 258 Mio. EUR gewesen, der im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten resultiere. Im Mittelpunkt hätten vor allem der Zustand der Werkzeugmaschinenindustrie sowie das Geschäftsjahr 2009 gestanden.
Im Werkzeugmaschinengeschäft werde GILDEMEISTER vor allem unter einem sehr schwachen deutschen Markt leiden (Auftragseingangsanteil 2008: 45%). Der Markt werde nach Schätzungen von GILDEMEISTER um mindestens 25% einbrechen. Dies werde nach Erachten der Analysten zu einer hohen Anzahl an Insolvenzen unter den Maschinenbauern führen, was aber GILDEMEISTERs Marktposition weiter nachhaltig stärken werde. Da Kunden an einer langen und sicheren Zusammenarbeit, vor allem mit Blick auf die Wartung der Maschinen, interessiert seien, sollte GILDEMEISTER in der Krise Marktanteile gewinnen.
Der asiatische Markt werde dagegen in 2009 in einer recht stabilen Verfassung gesehen (Anteil 2008: 9%), getrieben durch die Emerging Markets. Hier würden die Analysten großes Potenzial für die Produktlinie DMG Ecoline sehen, die als Einstiegsmodell mit einem niedrigen Preis konzipiert worden sei. Die Analysten würden insbesondere einen deutlichen Rückgang des Auftragseingangs in den Bereichen Service (getrieben durch schwaches Ersatzteilgeschäft) und Werkzeugmaschinen (zusammen -35%) erwarten.
Das Geschäft mit der Solarenergie werde wohl weiter deutlich zulegen können, da hier intensiv neue Märkte erschlossen würden und mit dem SkyCarrier zudem ein neues System für Regionen in Äquatornähe eingeführt worden sei.
Die Umsätze im laufenden Jahr würden noch einmal von dem guten Auftragsbestand aus 2008 profitieren, weshalb sich der Rückgang mit ca. 15% noch im Rahmen halten sollte. Für das Werkzeugmaschinengeschäft prognostiziere die Gesellschaft rückläufige Umsätze, das Servicegeschäft solle stabil verlaufen und für das Solargeschäft werde eine positive Entwicklung vorausgesagt. Da GILDEMEISTER in den letzten Jahren sehr an einer Verbesserung der Flexibilität in den Strukturen gearbeitet habe, sehe der Konzern Einsparmöglichkeiten von ca. 60 Mio. EUR, weshalb keine Gefahr eines Verlustes in 2009 bestehen sollte. 2010 werde nach Erachten der Analysten mit einem deutlich geringeren Auftragsbestand im Rücken noch mal von einer rückläufigen Entwicklung gekennzeichnet sein.
GILDEMEISTER stehe vor mindestens zwei herausfordernden Jahren. Die Gesellschaft habe nach Erachten der Analysten allerdings in den Boomjahren ihre internen Strukturen deutlich optimiert. Mit der Umplatzierung der Anleihe hin zum Schuldscheindarlehen (200 Mio. EUR) sei GILDEMEISTER langfristig solide durchfinanziert. Im Rahmen eines Peer-Group-Vergleichs bewege sich die Bewertung der Aktie allerdings auf dem Niveau anderer deutscher Maschinen- und Anlagenbauer.
Deshalb belassen die Analysten vom Bankhaus Lampe ihre Anlageempfehlung für die Aktie von GILDEMEISTER vorerst weiter bei "halten". Das Kursziel werde von 6,40 auf 5,50 EUR reduziert. (Analyse vom 17.03.2009) (17.03.2009/ac/a/d)
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